Budget-Sankey erklärt: Wie du endlich siehst, wohin dein Geld wirklich fliesst

31. August 2026  |  Patrick Schelbert  |  Lesezeit 6m

Budget-Sankey-Diagramm: Geldfluss von Einnahmen über Budget zu den Ausgabenposten

Die meisten Budget-Apps zeigen dir Zahlen in Tabellen oder Balken – korrekt, aber wenig eingängig. Ein Sankey-Diagramm macht dasselbe auf einen Blick sichtbar: je breiter ein Fluss, desto mehr Geld steckt darin. Man sieht sofort, ob die Miete wirklich so viel schluckt wie gefühlt, oder ob für Sparen und Bitcoin-DCA eigentlich mehr Spielraum da wäre. Genau dafür habe ich den Budget-Sankey-Rechner gebaut: ein kostenloses Tool, das dein Monatsbudget als Geldfluss-Diagramm zeichnet – ganz ohne dass deine Zahlen irgendwo gespeichert oder übertragen werden.

Direkt zum Rechner

Eigene Zahlen eintragen oder mit einem Beispielprofil starten – das Diagramm aktualisiert sich live.
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So liest du das Diagramm

Der Geldfluss läuft in drei Stufen von links nach rechts: Einnahmen (Netto-Lohn, Nebeneinkommen, Kapitalerträge, Kinderzulage) fliessen zusammen in den Knoten Budget, von dort verzweigt sich alles in vier Kategorien – Fixkosten, Konsum, Steuer-Rückstellung und Vorsorge & Invest – und jede Kategorie fächert sich weiter in einzelne Posten auf (Miete, Krankenkasse, Lebensmittel, Säule 3a, Bitcoin-DCA, …). Bleibt am Ende etwas übrig, erscheint es als eigener Fluss „Übrig / Saldo"; wird mehr ausgegeben als eingenommen, zeigt das Diagramm stattdessen einen Zufluss „Fehlbetrag (Entnahme/Kredit)" – so bleibt auch ein Minus sofort sichtbar, statt einfach zu verschwinden.

Schnellstart statt leerem Formular

Damit du nicht bei null anfängst, gibt es drei Beispielprofile mit typischen Schweizer Richtwerten – Single, Familie und Student/in – die du mit einem Klick übernimmst und danach einfach mit deinen eigenen Zahlen überschreibst. Das Familienprofil rechnet z.B. mit CHF 7'200 Netto-Lohn plus Nebeneinkommen und Kinderzulage, CHF 4'770 Fixkosten (inklusive Kita/Betreuung als frei ergänzbarem Posten) und CHF 1'140 für Vorsorge & Invest – realistische Grössenordnungen, an denen du dich orientieren kannst.

Automatische Budget-Checks – nach 50/30/20-Logik

Unterhalb der Eingaben bewertet das Tool dein Budget anhand einfacher, transparenter Schwellenwerte, angelehnt an die 50/30/20-Faustregel und gängige Schweizer Budgetempfehlungen:

  • Wohnen (Miete + Nebenkosten): bis 25% der Einnahmen unauffällig, bis 33% Grenzbereich, darüber als hoch markiert.
  • Grundbedarf: bis 50% im Rahmen, bis 60% eher hoch, darüber dominant.
  • Lifestyle (Konsum): bis 30% im Rahmen, bis 40% erhöht, darüber sehr hoch.
  • Vorsorge & Invest: ab 20% solide, ab 10% eher niedrig, darunter kaum vorhanden.
  • Steuer-Rückstellung und Schuldenabbau werden separat geprüft – bei Schulden nennt das Tool explizit, ob zuerst Hochzins-Schulden getilgt werden sollten, bevor investiert wird.

Ein Sonderfall ist der Bitcoin-DCA-Check: Er ist ausdrücklich als unsere Einschätzung gekennzeichnet, nicht als neutrale Kennzahl. Liegt der Bitcoin-Anteil unter 5% der Einnahmen, weist das Tool darauf hin, dass ein höherer DCA-Anteil überlegenswert wäre – ohne eine Anlageempfehlung im regulatorischen Sinn auszusprechen. Die Checks sind bewusst grob gehalten: Sie sollen einen schnellen Einblick geben, keine abschliessende Finanzberatung ersetzen.

Zwei Szenarien direkt vergleichen

Über den Szenario-Vergleich A/B kannst du zwei Varianten desselben Budgets nebeneinander durchspielen – zum Beispiel "aktuelle Situation" gegen "nach Kündigung des Leasingvertrags" oder "mit höherem Bitcoin-DCA". Beide Szenarien rechnen unabhängig voneinander, sodass du unmittelbar siehst, wie sich eine einzelne Änderung auf Fixkosten, Sparquote und Saldo auswirkt.

Deine Zahlen bleiben deine Zahlen

Der Rechner läuft komplett im Browser – es gibt keinen Server, an den deine Eingaben geschickt werden. Speichern im Browser (localStorage) ist rein optional und muss aktiv über eine Checkbox bestätigt werden. Willst du ein Szenario mit mir oder jemand anderem teilen, erzeugt das Tool stattdessen einen Link, der deine Eingaben direkt im URL-Fragment kodiert (dem Teil nach dem #, der nie an einen Server übertragen wird) – öffnest du den Link, wird das Budget automatisch neu berechnet und angezeigt.

Exportieren und unterwegs nutzen

Ein fertiges Budget lässt sich als PNG oder als zweiseitiges PDF exportieren (Seite 1 das Diagramm, Seite 2 die Budget-Checks) – praktisch für die eigene Ablage oder um die Zahlen in einem Beratungsgespräch zu besprechen. Auf dem Handy (unter rund 760px Breite) wechselt die Ansicht automatisch von der Sankey-Grafik zu einer übersichtlichen Balken-Aufschlüsselung, und für Screenreader gibt es eine vollständige, unsichtbare Datentabelle mit denselben Zahlen.

Für wen sich das Tool eignet

  • Alle, die "gefühlt" schon wissen, wohin ihr Geld geht – und es sich einmal schwarz auf weiss (bzw. bunt) bestätigen oder widerlegen lassen wollen.
  • Wer über einen höheren Bitcoin-DCA nachdenkt, aber zuerst sehen möchte, ob dafür in Fixkosten oder Konsum überhaupt Spielraum besteht.
  • Paare oder Familien, die ein gemeinsames Budget visuell diskutieren wollen, statt eine Tabelle mit Zahlenkolonnen hin- und herzuschieben.

Budget besprechen statt nur berechnen?

Wenn du dein Sankey-Ergebnis einordnen oder gezielt mehr Spielraum für Bitcoin-DCA schaffen willst, schauen wir uns das gerne gemeinsam an – unverbindlich und ohne Anlageberatung im regulatorischen Sinn.
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Fazit

Ein Budget in Tabellenform zu führen ist gut – es als Sankey-Diagramm zu sehen, ist überzeugender. Der Budget-Sankey-Rechner macht in Sekunden sichtbar, welche Posten wirklich ins Gewicht fallen, wo die 50/30/20-Faustregel aus dem Ruder läuft und ob für Vorsorge oder Bitcoin-DCA noch Luft nach oben ist – ohne dass du dafür auch nur eine Zahl aus der Hand geben musst.


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